21576_18502_Vest L.C., Manuale Botanicum. inserviens excursionibus botanicis sistens stirpes... -1805

trägt, am obern Amento sehe ich hinter jedem Blättchen drey Stamina sich erheben. In den untern Aehren ist hinter jedem Blättchen das pistillum. Der Stylus ist bifidus, und steigt aus dem obern Ende eines kleinen runden hohlen Balges. Wenn ich diesen aufschlitze , finde ich , dais er erst das Germen einschliefst. Die­ se Pflanze gehört also unter die Monoecia T r i- andria , und zwar unter die Abtheilung , G r a ­ in i n e i. Aus den vier Gattungen, welche dort stehen , werde ich das Genus C a r e x bald herausfinden. S y n g e n e s i a . Ich untersuche das gemei­ ne auf allen Wegen wachsende,' blau blühende Cichoreum. Die Blume besteht aus vielen ein­ fachen zungenartigen Blümchen ; alle haben ei­ ne blaue Anthera, welche vom Stylus durch­ bohrt wird , also P o l y g a m i a sequalts; das reccptaculum hat zwischen den germinibus kur­ ze Schuppen, also r e c e p t a c u l u m p a l e a - c e um; die Saamen haben keine H aark roneder die Blüthen umgebende Kelch besteht aus einer doppelten Reihe Blätter. Also, finde ich ohne Anstand C i c h o r e u m , Ich untersuche die gemeine auf ungebau. ten Stellen wachsende Sauchamille. Der Strahl der Blumme ist w e ifs , und besteht aus einfa­ chen flachen länglichten Blümchen, welche mit ihrem kurzen unten zusammengeroHten Ende auf dem unreifen Saamen sitzen, und blos ei» nen Griffel ( Stylus) aber keine Anthera tra­ gen. In der Mitte 'stehen die kleinen gelben Röhrenblumen gehäuft, welche lauter Her­ maphroditen sind. Bisher seh ich also den Cha­ rakter: P o l y g a m i a s u p e r f l ua.

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