21576_18502_Vest L.C., Manuale Botanicum. inserviens excursionibus botanicis sistens stirpes... -1805

¡EU vertaufchen. Ich glaube n icht, dafs Jemand diese Behauptung für Gespensterfurcht halten werde , denn die Beispiele sind so gemein , wie die Pflanzen selber; so z. B. ist man |ezt über viele Carices und sogar über die Pinguicula alpina des Linne nicht einig. Hätte doch jeder lie­ ber beschrieben als z it ir t , so würde viel Pa­ p ie r , viele Lächerlichkeiten , viel A rb e it, Irr­ thum, viele literarische Torados und viele Be­ richtigungen erspart worden seyn , aber die Ge­ lehrten haben die Manie andern nachzuspre­ chen', wie die Befessenen, und die Oftentazion gelehrt zu scheinen, mufs reizender ieyn , als das Bcwufstseyn , zu k e n n e n . Wenn 10 Bände Register angeschrieben seyn werden über die Floras europeas und eben soviel über die gravamina botanica , so werden noeh eben so viele tomi illustrationum erscheinen müssen , damit endlich ein glücklich ordnendes Genie ei­ nen Band voll sicherer Beobachtungen heraus bringe. Citiren ift ein grosses U n h e i l w e n n es nieht einer tre ib t , dem Gott Scharfsinn ge­ geben hat, welcher bekantlich auf Universitä­ ten nicht gelehrt, und aus dem kein Gradus ertheilt wird. t Beschreibungen allein können uns sicher le iten , und wer die Farben einer Blumme an- giebt und etwa der Blätter Gestalt, hat mehr Verdienft, als der den Tabernemontan zitirt. Diefes^habe ich geschrieben, um mir eine Schutzrede zu halten, weil, ich alle Ci'tata vor­ sätzlich vernachlässigt habe ; zwar hätte ich_ es nicht bedürft, indem mein Buch bestimmt i f t , Exkurfionen mitzumachen, und auf Ort und

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